Wir über uns wie alles anfing
...mit einem Bedürfnis nach Austausch, danach, über den eigenen Tellerrand hinaus zu gucken, Neues zu erfahren, Ergänzungen dem Eigenen hinzuzufügen ...
Gleichzeitig fiel mir auch immer wieder auf, dass, wenn ich mit Menschen über ganzheitliche Behandlungskonzepte sprach, oftmals herauskam, dass zwar viele Begriffe bekannt sind, aber nicht die Bedeutung dahinter oder ein Verständnis der Wirkungsweise einzelner Methoden. Daraus schloss ich, dass sich die Menschen ja gar nicht für eine alternative Umgangsweise mit ihren Problemen und Beschwerden entscheiden können, wenn sie nicht wissen, was wie funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt.
Aus diesen Erfahrungen erwuchs die Idee, ein Netzwerk zu gründen, dass sich zur Aufgabe stellt, diese Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich hatte dabei nicht im Sinn, eine Flyergemeinschaft zu gründen, sondern über praxisnahe Präsentationen und andere Veranstaltungen die Konzepte und Methoden persönlich erfahrbar zu machen. Interessierte sollten die Möglichkeit bekommen, ohne von Pontius zu Pilatus zu laufen, verschiedene Herangehensweisen kennen zu lernen, sich im eigenen Tempo an Alternativen heranzuwagen und mit dem Begriff Ganzheitlichkeit auseinander zu setzen.
Am 13. April 2005 gab es ein erstes Treffen, nur persönliche Einladungen, kein Inserat. Von Anfang an wollten wir Qualität sichern, die in fundierten Ausbildungen bestehen und in Kollegialität. Die sprudelnde Kreativität dieses ersten Abends war überwältigend, viele hatten ein ähnliches Interesse an Austausch und gemeinsamen Aktivitäten. Vernetzung fand von Anfang an statt, und über die nächsten Monate entwickelten sich mehr und mehr konkrete Ideen, wie Aufklärungsarbeit für eine breitere Öffentlichkeit aussehen könnte.
Das Gemeinsame unserer Arbeit ist unser Verständnis von Ganzheitlichkeit. Der Mensch steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, und wir sind Begleiter auf seinem Weg. Wir holen den anderen da ab, wo er/sie steht. Das beinhaltet, das wir größte Wertschätzung und Respekt vor den Klienten haben und sie mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten dabei unterstützen, ihre Selbstheilungskräfte zu stärken und innere Ressourcen zur Problemlösung zu aktivieren. Im September wurde daraus der Verein. Im Oktober 2005 haben wir unsere Räume in der Oppenhoffallee 74 angemietet und zweieinhalb Monate renoviert. Parallel dazu haben wir unsere Struktur entwickelt, d.h. unser Selbstverständnis formuliert, ein Aufnahmeverfahren, das Qualität sichern und den Berufsstand der einzelnen Mitglieder schützen soll und natürlich unsere Eröffnung am 6. Mai 2006 vorbereitet. Ein anstrengender, sehr kreativer und konzentrierter Kraftakt, der uns sehr verbunden und gestärkt hat.
Seither entwickelt sich alles weiter, wir sind sehr aktiv. Es gibt von Anfang an öffentliche Beratungszeiten, in denen Ratsuchende Informationen über einzelne Methoden erhalten sowie auch dabei beraten werden, welche Richtung für sie in Frage käme. Des weiteren bieten wir praxisnahe Vorträge, Diskussionsrunden, Schnupperkurse und anderes mehr. Wir entwickeln immer wieder neue Veranstaltungsideen. Eine besondere Idee unseres Netzwerks ist die Gestaltung von interdisziplinären Themenabenden, z.B. "Rücken", "Migräne", "Depressionen", "Neurodermitis", "Ängste" und andere mehr. Hier werden die einzelnen Themen von verschiedenen Blickwinkeln aus betrachtet und dargestellt.
Dieses Bild von uns wollen wir in der Öffentlichkeit schaffen:
Kompass-Netzwerk soll ein Ort sein, von dem bekannt ist, dass viele interessante Veranstaltungen stattfinden. Da kann ich einfach mal hingehen und sein wie ich bin, in einer lebendigen, angenehmen und entspannten Atmosphäre. Hier wird mir geholfen, meinen eigenen Weg zu finden, und ich brauch nicht mehr viele verschiedene AnbieterInnen auszuprobieren, bis ich den/die fachlich qualifizierte BegleiterIn gefunden habe, der/die für mich richtig ist.